50 Jahre Biblioteca Engiadinaisa

Am 5. Juni 2012 feierte die Biblioteca Engiadinaisa ihren 50. Geburtstag. Angefangen mit knapp 3‘000 Büchern auf einem Stockwerk umfasst der Medienbestand der Biblioteca Engiadinaisa heute auf drei  Stockwerken mehr als 18‘000 Bücher, fast 2‘000 CDs mit Hörtexten und Musik sowie gut 700 DVDs.


Mit dem schönen Haus in Sils Baselgia und dem herrlichen Blick auf den Silsersee und die Berge gibt die Biblioteca Engiadinaisa einen bibliophilen Rahmen ab, der auch heute immer noch besticht.
In den vergangenen 50 Jahren wurden die Bücher und Non-books gut 350‘000 (!) mal ausgeliehen. Zu den Bibliotheksbenutzern zählen nebst den Einheimischen auch viele Feriengäste.

Die Jubiläumsbroschüre...

Zum 50-jährigen Jubiläum hat die Stiftung ihre Chronik unter dem Titel «Der Bücherschatz am Silsersee» herausgegeben. Autorin der Broschüre ist die nachmalige Stiftungsrätin

Dr. Mirella Carbone. Lesen Sie einen Ausschnitt aus der spannenden Geschichte der Biblioteca Engiadinaisa oder beziehen Sie die Broschüre zum Preis von Fr. 25.– in der Biblioteca in Sils.

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... mit einem Gastbeitrag von Iso Camartin

Darüber gibt es keinen Zweifel: Die Biblioteca Engiadinaisa in Sils-Baselgia liegt an einem Ort, den man sich schöner kaum denken kann. Freilich: Sie ist nicht die einzige, für die man die günstigste Lage gesucht hat. Man behauptet, dass schon die Bibliothek von Alexandria im 3. vorchristlichen Jahrhundert die Besucher, die in ihren Strahlungskreis gerieten, mit einem magischen Zauber umgab, sodass man gleich beim Betreten des Areals eine Dankbarkeit empfand allen gegenüber, die diesen Tempel gesammelten Wissens errichtet hatten. Viele Bibliotheken der Frühzeit, für die man ausgewählte Lagen suchte, folgten: Ephesus, Pergamon, die privateren Handschriften-Sammlungen der Römer in schönsten Villen und Palästen, die Bücherhäuser der persischen Herrscher und der arabischen Kalifen, die umgeben waren von Gärten und Brunnenanlagen. Die reichen Klöster bauten für ihre Büchersammlungen schönst verzierte alternative Andachtsräume zu ihren Kapellen und Krypten. In Spaniens Escorial erprobte man offenbar die ersten großen Wandlösungen für die wachsende Anzahl von Büchern. Das schönste Symbol einer Trutzburg des gesammelten Wissens steht vermutlich in Aberystwyth in Wales, wo die Nationalbibliothek der gälischen Waliser sich befindet. Sie schaut aus, als gelte es, gegen alle Sturmwinde atlantisch-angelsächsischer Angriffslust die Tradition keltischer Eigenständigkeit zu bewahren und zu verteidigen.

 

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